Musikverein Walddorf 1960 e.V.

 

Geschichte

Nach der Auflösung des Posaunenchors im Herbst 1960, nahmen 7 aktive Musiker und der ehemalige Dirigent des Posaunenchors - Adam Best - Verbindung mit der Gemeindeverwaltung auf in der Absicht, einen Musikverein ins Leben zu rufen.

Die Gemeindeverwaltung stand dieser Absicht positiv gegenüber, denn dieser Wunsch war in der Gemeinde schon lange wach. Im Oktober 1960 fand unter Vorsitz von Bürgermeister Flik im Gasthaus Sonnenberg eine Versammlung statt, zu der durch öffentliches ausrufen alle Musikfreunde und Gönner der Volksmusik eingeladen wurden. Ausschließlich der Aktiven Musiker hatten sich zu dieser Versammlung ungefähr 30 Personen eingefunden.

Nach längeren Beratungen kam man überein, der Bildung einer Musikkapelle sofort nach zutreten, während mit der Vereinsgründung zugewartet werden sollte, bis die Musikkapelle in der Lage wäre, einige Vorträge zu bieten. Der Gemeinderat hatte zur Anschaffung der nötigen Instrumente, einige waren bereits vorhanden, ein zinsloses Darlehen von DM 2000.- zur Verfügung gestellt. 


Außer den 7 aktiven Musikern, die vom ehemaligen Posaunenchores übertraten, waren noch 9 weitere neue, größtenteils jüngere Kräfte hinzugekommen, so dass unter der Leitung der Dirigenten Adam Best die Übungsstunden sofort aufgenommen werden konnten. Herr Best ist gebürtiger Frankfurter und war dort schon vor dem Kriege als Musikleiter tätig. In der Folge fanden wöchentlich 2 Übungsabende statt. Zu der Gründungs- und Generalversammlung am 25. März 1961 hatten sich neben den Aktiven Musikern ungefähr 80 interessierte Personen in der Festhalle eingefunden.

Die Musikkapelle spielte zum Auftakt 3 Märsche und zwar "Schwabengruß", "In die weite Welt" und "Deutsche Recken", die allgemein Anklang fanden. Im Anschluss eröffnete Bürgermeister Flik die Gründungs- und Generalversammlung. Er wies ausdrücklich auf die Gründe hin, die ihn veranlasst haben, sich beim Zustandekommen eines Musikvereins tatkräftig einzuschalten. Seinen Ausführungen zufolge dient der Musikverein ausschließlich der Erhaltung, Pflege und Förderung der Volksmusik. Er leistet dann einen wesentlichen Beitrag zur Förderung und Bereicherung des kulturellen Lebens innerhalb der Gemeinde Walddorf.

Im Anschluss an die Ausführungen des Bürgermeisters erging an die Anwesenden die Aufforderung, die vorbereiteten Beitrittserklärungen auszufüllen, damit der eigentliche Gründungsakt durch Annahme der Vereinssatzung durch die Mitglieder vollzogen werden konnte. Hierauf erklärten folgende 15 aktive Musiker ihren Beitritt zum Musikverein Walddorf: Georg Volz sen., Richard Wiedmaier, Ernst Held, Egon Renz, Herbert Stickel, Kurt Schmitz, Heinz Gänßle, Erich Rudolf, Otto Brenner, Walter Beutler, Heinz Dietsch, Rudolf Bräuning, Erich Walz, Helmut Dietsch, Oswald Wurst und Gerhard Dietsch. 


Die Zahl der passiven Mitglieder betrug 51. Bürgermeister Flik dankte allen, die sich zum Beitritt in den Musikverein Walddorf entschlossen hatten. 


Nachdem die Kapelle noch einige Märsche und Volkslieder gespielt hatten, begann Bürgermeister Flik mit der Generalversammlung. Er verlas die vorbereitete Satzung, die von kleinen Änderungen abgesehen, den Wortlaut der Musikersatzung des " Deutschen Volksmusikerbundes" entspricht. Da keine Änderungsvorschläge eingingen, wird die Satzung von der Generalversammlung einstimmig angenommen. Nach § 1 der Satzung führt der Verein den Namen "Musikverein Walddorf 1960" und wird im Vereinsregister eingetragen. 


Nun kamen die Wahlen an die Reihe. Sie wurden mit folgendem Ergebnis abgeschlossen:


 - 1. Vorsitzender: Werner Schumann, Hauptlehrer
 - stellv. Vorsitzender: Ernst Held
 - Kassier: Fritz Walz, Darlehenskassenrechner
 - Schriftführer: Helmut Dietsch
 - Beisitzer: Georg Volz sen., Alfred Morhard, Philipp Dürr
 - Kassenprüfer: Gerhard Volz, Otto Volz


Die Monatsbeiträge wurden auf 50 Pfennig festgesetzt. Nachdem der Verein im Augenblick noch über keine eigenen Geldmittel verfügt, müssten sämtliche Anschaffungen mit Hilfe von Darlehen bestritten werden. Zu diesem Zweck erhielt der Musikverein, wie bereits erwähnt, von der Gemeinde ein zinsloses Darlehen von DM 2000.- mit unbestimmter Laufzeit. Zur Bestreitung weiterer Anschaffungen müssen noch mindestens DM 2000.- von der Spar- und Darlehenskasse aufgenommen werden. 


Bürgermeister Flik schloss die Generalversammlung und wünschte dem jungen Verein einen guten und erfolgreichen Start. Zum Schluss spielte die Kapelle noch ein paar Stücke und bei gemütlichem Beisammensein und guter Stimmung wurde der frisch gebacken Musikverein mit allerlei Flüssigkeiten getauft.


 


Blasmusik für Jung und Alt